Kommentare zu
"Deep Purple: Perfect Stranger"





Vom ersten bis zum letzen Moment perfekt...
DP spielen, als ob sie genau wüssten, dass das, was sie da machen genial ist! Alle Instrumente sind echt perfekt gespielt...Das Album ist einfach ein Muss!
(24.06.05)





Eine der besten Comeback-Scheiben
Nachdem sich die Band 1976 als Konsequenz aus dem erfolglosen Album "Come Taste The Band" aufgelöst hatte, schlug es natürlich ein wie eine Bombe, als man sich in der glorreichen Mk-II-Besetzung acht Jahre später wieder formierte.
Herausgekommen ist eines der besten Comeback-Alben aller Zeiten - mir fällt im Moment nur AC/DCs "Back In Black" oder Queens "Made In Heaven" (obwohl das auch kein "richtiges" Comeback war) ein, die vergleichbar wären. Bestimmt habe ich irgendeine wichtige CD vergessen...
Wie auch immer, Deep Purple klingen auf "Perfect Strangers" mindestens so gut wie zu ihren besten Zeiten: das ganze Album rockt von A bis Z und die Band spielt erfrischend und voller Feuer. Ich finde bei jedem Durchlauf einen anderen Favoriten.
Es geht mit dem genialen Mitsing-Song "Knocking At Your Back Door" los und bevor man sich von diesem grandiosen Paukenschlag erholen kann, folgt mit "Under The Gun" ein weiterer Song, der einfach einen unheimlich geilen Groove hat und einen kaum nur still dasitzen und zuhören lässt.
Bei "Nobody's Home" wiederum gefällt mir das Orgelsolo besonders gut. Dies ist im Übrigen der einzige Song - zumindest laut Booklet - der auf diesem Album von der gesamten Band geschrieben wurde, ansonsten stammen erstmals fast alle Songs nur von Blackmore, Gillan und Glover.
"Mean Streak" ist vielleicht etwas schwächer, weil manchmal etwas eintönig, aber dafür folgt mit dem mysteriös klingenden Titeltrack einer der besten Purple-Songs überhaupt.
Absolut genial auch "A Gypsy's Kiss" - auf jeden Fall der rockigste Song des Albums mit hammermäßigem Mittelteil, geilem Gitarrensolo und einer unvergleichlich fetten Bass-Line.
Und mit "Wasted Sunsets" folgt eine der besten Balladen, die es gibt. Deep Purple beweisen mit diesem romantisch und erhabenen klingenden, melancholischen Song erneut - nachdem sie bereits Göttergaben à la "Anthem", "Mistreated" oder "Our Lady" ablieferten - dass Hard Rocker eben doch die besten Balladen schreiben.
Mit den ebenfalls mächtig rockenden, groovenden "Hungry Daze" und "Not Responsible" (warum hier übrigens die Lyrics nicht im Booklet stehen im Vergleich zu den anderen Songs, ist mir ein Rätsel, auch wenn es sich um einen Bonus-Track handelt) sowie dem spacigen, ruhigen Blackmore-Instrumentalstück "Son Of Alerik" wird das Werk schließlich beendet.
Ein Album, das wirklich in keinem Plattenschrank fehlen sollte und das den alten Mk-II-Meisterstücken in nichts nachsteht.
(24.06.05)





Deep Purple oder Rainbow?
Mitten in die große Welle der Comebacks und Re-unions großer Rock Dinos Mitte der 80er platzte wie eine Bombe die Nachricht, dass sich Deep Purple in ihrer erfolgreichen Mk II Besetzung mit Richie Blackmore, Ian Gillan, Roger Glover, Jon Lord und Ian Paice ebenfalls reformierten. War doch das Ereignis selbst für Teile der Band überraschend, da Richie Blackmore(!) als treibende Kraft hinter dem ganzen stand. Wie man heute weiß, hielt dieses Vorhaben aber auch nicht allzu lange.
Nun zur Scheibe: Ist das der Deep Purple Sound, den man erwartet hatte? Ich meine nicht ganz. Einzig „Perfect Strangers" (inzwischen ein Live Klassiker), „Nobody's home" (die einzige Gemeinschaftskomposition), „A gypsy's kiss" und mit Abstrichen der Opener „Knocking at your backdoor" können an die glorreiche Zeit der frühen 70er anknüpfen.
Bei den restlichen Stücken stellt sich mir die Frage: Ist das Deep Purple, oder ist das Rainbow wieder einmal mit neuer Besetzung? Kein Wunder, denn die Songs stammen wie erwähnt bis auf eine Ausnahme aus der Feder von dem Team Blackmore/Glover, die auch für die letzten vier Rainbow Alben verantwortlich waren. Für mein Empfinden hatte Jon Lord zu wenig Einfluss auf die Kompositionen.
Versteht mich nicht falsch. Die Songs sind keineswegs schlecht - man denke nur an die 10-minütige Session „Son of Alerik". Aber es ist eben nicht das, was ich als Deep Purple Mark II erwartete. Das ganze klingt nicht nach der Einheit, die Deep Purple zu Zeiten von Fireball, Machine Head und Made in Japan waren.
Perfect Strangers ist eine großartige Hardrock Scheibe von fünf großartigen Musikern eingespielt, aber kein „Machine Head Vol. 2".
(24.06.05)
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